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Der Besenginster ist ein sommergrüner, als Rutenstrauch wachsender Gehölz, das eine Wuchshöhe von 1 bis 2 Metern erreicht. Er ist in West- und Mitteleuropa heimisch und besiedelt dort Extensivweiden, Waldschläge, Waldsäume, Brachen, Böschungen und lichte bodensaure Wälder. Der Strauch entwickelt lange, besenförmig dichtstehende, fünfkantige, aufrechte Zweige, die auch im Winter grün bleiben und Photosynthese betreiben. Die wechselständigen, dreiteiligen Blätter sind klein, verkehrt-eiförmig und seidig behaart. Als Tiefwurzler bildet er eine kräftige Pfahlwurzel mit handförmig gelappten Knöllchen aus, in denen Stickstoff bindende symbiontische Bakterien leben. Dadurch reichert er nährstoffarme Böden mit Stickstoff an und gilt als wertvoller Bodenverbesserer und Rohboden-Pionier. Der Besenginster ist in allen Pflanzenteilen stark giftig. Die Zweige wurden traditionell zur Herstellung von Besen verwendet, worauf sein deutscher Name zurückgeht. Der schnellwüchsige Strauch erreicht meist ein Alter von etwa 12 Jahren.
Von Mai bis Juni erscheinen die intensiv duftenden, goldgelben Schmetterlingsblüten mit einer Länge bis 2,5 Zentimeter. Sie sitzen einzeln an Stielen und treten in den oberen Zweigteilen gehäuft auf. Die Blüten besitzen einen hochspezialisierten Explosionsmechanismus, der nur von großen Hummeln ausgelöst werden kann. Nektar wird nicht produziert, doch die Blüten bieten reichlich Pollen. Nach der Bestäubung entwickeln sich ab Spätsommer dunkle Hülsenfrüchte mit schwarzen Samen. Die Blüten und Früchte sind für zahlreiche Insekten von großer Bedeutung. Die dichte, besenförmige Verzweigung bietet Vögeln und Kleintieren Schutz und Deckung. Der Besenginster wird auch als Winterfutter für Hasen und Rehe genutzt und dient als raschwüchsiger Bodenfestiger an Böschungen.
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