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Die Japanische Tee-Hortensie 'Oamacha' stammt aus den Bergwäldern Japans und erreicht 1,5 Meter Höhe. Der Strauch wächst breit aufrecht und kompakt. Die Sorte ist eine botanische Rarität: Ihre Blätter enthalten Phyllodulcin, einen pflanzlichen Süßstoff, der 250-mal süßer als Zucker ist. Dieser Stoff liegt zunächst gebunden vor und entfaltet seine volle Süßkraft erst durch Fermentation oder längeres Ziehen mit heißem Wasser. Im Gegensatz zu anderen süßen Hortensien entwickelt 'Oamacha' keinen bitteren Nachgeschmack. Die frischgrünen Blätter färben sich im Herbst purpurrot.
Die Erntezeit für Blätter beginnt ab Juli und erstreckt sich über etwa 12 Wochen, wobei der Süßstoffgehalt im Juli am höchsten ist. Junge Triebspitzen, Blüten und junge Blätter enthalten besonders viel Phyllodulcin, während ältere Blätter weniger süß schmecken. Zur Herstellung von Tee werden die Blätter traditionell in der Sonne getrocknet, leicht befeuchtet und 24 Stunden bei 20 bis 25 Grad fermentiert, wodurch sie eine dunkelbraune Tönung und intensivere Süße entwickeln. In Japan wird der Oamacha-Tee seit Jahrhunderten als natürliches Süßungsmittel verwendet und spielt eine zentrale Rolle beim jährlichen Buddha-Geburtstagsritual am 8. April. Frische oder fermentierte Blätter lassen sich als Aufguss verwenden oder zu einem Sirup einkochen.
Von Juni bis August erscheinen schirmförmige Blütenstände, deren innere Blüten von hellrosa bis amethystblau changieren und von weißlich-rosa bis violettblauen Randblüten umgeben sind. Die Blüten bieten Bienen Nahrung. Die Blütenstände bleiben bis in den Herbst hinein dekorativ am Strauch.
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